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Bedeutung und Wirksamkeit der Phytotherapie bei Benignem Prostatasyndrom

Richard Paktiaval

Electronic Theses of LMU Munich (Ludwig-Maximilians-Universität München), 2026

Abstract

Beschwerden beim Wasserlassen bestehen häufig aufgrund einer gutartigen Prostatavergrößerung, fachlich bezeichnet als BPS/LUTS. Die Phytotherapie ist ein weitverbreiteter Therapieansatz, den viele Patienten bevorzugen, möglicherweise da sie ihn als natürliche, gut verträgliche und nebenwirkungsärmere Option ansehen. Diese positiven Erwartungen können die regelmäßige Einnahme unterstützen und vor diesem Hintergrund wird ein individualisierter Behandlungsansatz als dringend notwendig angesehen. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Präferenzen von Patienten hinsichtlich pflanzlicher Arzneimittel, Bedeutung, sowie die Gründe für deren Einnahme zu untersuchen – insbesondere in einer Zeit, in der die klassische Monotherapie mit α1-Blockern zunehmend hinterfragt wird. In einer freiwilligen Befragung von 300 Patienten wurden Informationen zur Medikamenteneinnahme eruiert. Von diesen hatten 73 % bereits ein oder mehrere Medikamente gegen LUTS/BPS eingenommen oder nahmen diese zum Zeitpunkt der Befragung ein. Die am häufigsten verschriebenen Medikamente waren α1-Blocker (72 %), gefolgt von 5α-Reduktasehemmern (21 %) und Phosphodiesterase-5-Hemmern (5 %). Antimuskarinika und β3-Agonisten spielten eine untergeordnete Rolle. Bemerkenswert war, dass 41 % der Patienten, die eine medikamentöse Therapie erhielten, auch Erfahrungen mit Phytopharmaka gemacht haben. Die pflanzlichen Heilmittel konnten als zweithäufigste Wirkstoffgruppe innerhalb der untersuchten Patientengruppe ausgemacht…

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