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Hochpreisige Arzneimittel – Herausforderungen und Perspektiven aus Sicht der Vertragsärzteschaft

Sibylle Steiner, Britta Bickel, Maike Schulz

2021

2 citations

Abstract

Zusammenfassung Zusammenfassung Die Ergebnisse der frühen Nutzenbewertungkönnen das ärztliche Verordnungsverhalten bei hochpreisigen Arzneimitteln beeinflussen. Diese These soll anhand von Verordnungsdaten näher analysiert und beschrieben werden. Die Zusatznutzenbewertung kann als Maßstab für eine evidenzbasierte Verordnungsentscheidung dienen. Dennoch bleibt einschränkend festzuhalten, dass die Bewertung des Zusatznutzens eines neuen Arzneimittels gegenüber einer zweckmäßigen Vergleichstherapie (zVT)zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgt und damit eine Momentaufnahme darstellt. Der Behandlungsstandard kann sich insbesondere bei Indikationen mit raschem Therapiefortschritt schnell ändern. In diesen Fällen ist die Berücksichtigung des Bewertungszeitpunkts zur Einschätzung der Bedeutung des Zusatznutzens erforderlich. Darüber hinaus gibt es Therapiesituationen, in denen neue Arzneimittelin Anwendungsgebieten auch ohne belegten Zusatznutzeneine relevante Therapieoption darstellen können. Anhand von Verordnungsdatenkann gezeigt werden, dass die Vertragsärztinnen und -ärzte diese differenzierte Betrachtung des Zusatznutzens bei ihren Verordnungsentscheidungen nachvollziehen. Inwiefern der Preis die ärztliche Verordnungsentscheidung – sofern damit die Qualität einer indikationsgerechten Therapie unverändert bleibt – beeinflussen kann, zeigt sich am Beispiel der Verordnung von Biosimilars. Arzneimittelinformationen und Instrumente zur evidenzbasierten Verordnungssteuerung werden…

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