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Bedeutung von Metformin als kausaler Faktor einer Metformin-assoziierten Laktatazidose – Konsequenzen für Diagnostik, Therapie und Prävention

Katharina Daul

DuEPublico (University of Duisburg-Essen), 2018

120 participants · 1 citation

Abstract

Metformin wird häufig als kausaler Faktor einer Metformin-assoziierten Laktatazidose (MALA) in Frage gestellt. Bei Patienten mit einer MALA wurde untersucht, welche Ursachen zur Entwicklung der MALA beigetragen haben, ob sich klinisches Erscheinungsbild, Schwere und Verlauf bei Patienten mit erhöhter Metforminkonzentration (> 5 mg/l) im Vergleich zu Patienten mit therapeutischer Metforminkonzentration (≤ 5 mg/l) unterscheiden, welche Differenzialdiagnosen bestehen, ob die Kumulation von Metformin als alleiniger Faktor eine Laktatazidose induzieren kann, es somit eine Metformin-induzierte Laktatazidose (MILA) gibt und welche Konsequenzen sich aus den erhobenen Befunden für Diagnostik, Therapie und Prävention einer MALA ergeben. In einer retrospektiven Analyse wurden 17 eigene und 163 in der Literatur beschriebene Fälle mit einer MALA untersucht, bei denen die Metforminkonzentration im Serum gemessen worden war. Anhand der Metforminkonzentration und Einnahmeart (therapeutisch versus Überdosierung in suizidaler Absicht) erfolgte die Einteilung in folgende Gruppen: Eigene Patienten N = 17, Literatur: „Met > 5 mg/l“ N = 120, „Met ≤ 5 mg/l“ N = 28, „Überdosis“ N = 15. Alle eigenen Patienten hatten die MALA unter einer therapeutischen Metformindosis entwickelt. Bei ihnen und den Patienten der Gruppe „Überdosis“ lag die Metforminkonzentration > 5 mg/l. Als Kontraindikation wurde häufig eine chronische Nierenkrankheit (CKD) im Stadium ≥ 3 missachtet. Die Kumulation von Metformin…

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