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Metformin zur Prophylaxe der Antipsychotika-induzierten Gewichtszunahme

I. Haller

OPen Access Repositorium der Universität Ulm (OPARU) (Ulm University), 2013

Abstract

Adipositas und das Metabolische Syndrom, welche häufig unter der Gabe von atypischen Antipsychotika auftreten, stellen ein erhebliches Problem der derzeitigen Psychopharmakotherapie von Patienten mit psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie oder affektiven Störungen dar. Das Antidiabetikum Metformin wurde als Therapiemöglichkeit dieses Antipsychotika-induzierten Übergewichtes diskutiert, da sich in frühen randomisierten Studien ein günstiger Effekt auf das Körpergewicht zeigte und zudem noch weitere kardiovaskuläre Risikofaktoren günstig beeinflusst werden. Die Zielsetzung dieser Arbeit war es, die Wirkung von Metformin bei psychisch erkrankten Patienten unter antipsychotischer Therapie unter naturalistischen Bedingungen zu überprüfen, wobei als Untergruppe Patienten mit antihistaminisch wirkenden Antipsychotika betrachtet wurden. In der retrospektiven naturalistischen Studie wurden die Gewichtsverläufe von 89 Patienten aus insgesamt 3523 stationären Patienten, welche in den Jahren 2008 bis 2010 in der psychiatrischen Universitätsklinik Ulm behandelt wurden, ausgewertet. 44 Patienten, welche das Antidiabetikum Metformin als indikationsfremden Therapieansatz für Antipsychotika-induzierte Gewichtszunahme erhielten und 45 Kontrollen ohne Metformin wurden ausgewählt. Die Gewichtsverläufe wurden mithilfe von Regressionskoeffizienten einer linearen Regression des Körpergewichtes über der Zeit dargestellt und unter Anwendung von t-Test und Kovarianzanalyse miteinander verglichen.…

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