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Behandlungsoptionen der Ejaculatio praecox: Schwerpunkt auf Dapoxetin

Frank O. Sommer, Martin Gerwe

Journal für Kardiologie (Krause & Pachernegg GmbH), 2010

Abstract

Die Ejaculatio praecox („premature ejaculation“ [PE]) ist eine häufige sexuelle Dysfunktion bei Männern verbunden mit erheblichen negativen Auswirkungen sowohl auf die Psyche und das Sexualleben der Betroffenen als auch auf deren Partnerschaft. Insgesamt gibt es zahlreiche therapeutische Ansätze zur Behandlung einer PE. Da die PE in früheren Zeiten noch als rein psychosomatische Funktionsstörung galt, kamen vor allem psycho- und verhaltenstherapeutische Maßnahmen zum Einsatz. Diese können kurzfristige Erfolge zeigen, aber für den Langzeiterfolg liegt kein abschließender Nachweis vor. Neuere Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der Neurotransmitter Serotonin, welcher überwiegend hemmende Impulse in der zentralen Steuerung der Ejakulation vermittelt, eine entscheidende Rolle in der Pathophysiologie der PE spielt. Die meisten pharmakologischen Therapien heutzutage werden „off label“ eingesetzt. Positive Effekte sind dokumentiert für Lokalanästhetika, chronische Einnahme von selektiven Serotonin- Wiederaufnahmehemmern (SSRI), die üblicherweise zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden, und bei gleichzeitiger Erektionsstörung für Phosphodiesterase-5-Hemmer. Die Anwendung dieser Substanzen wird jedoch durch unerwünschte Nebenwirkungen eingeschränkt. Insbesondere langwirksame SSRI können mit Absetzphänomenen und Störungen von Sexualfunktion und Stimmung einhergehen. Dapoxetin, ein neuer, kurz wirksamer SSRI, ist das erste Medikament, das aktuell in 7 europäischen Ländern,…

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