Evidence Hub

Referat – Keine Veränderung der Empagliflozin-Wirkung mit Metformin

Ludwig Merker

Diabetologie und Stoffwechsel, 2016

Abstract

Hintergrund: Der Natrium-Glukose-Kotransporter-2 (SGLT2) -Inhibitor Empagliflozin senkt den Serumglukosespiegel durch eine vermehrte Glukosurie, löst aber auch eine vermehrte endogene Glukoseproduktion aus. Jetzt wurde untersucht, ob Metformin, das die endogenen Glukoneogenese hemmt, synergistisch mit Empagliflozin wirkt. Methoden: In die prospektive, experimentelle Studie wurden insgesamt 66 Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 aufgenommen. 34 Patienten waren bei Studieneinschluss seit mindestens 3 Monaten mit ≥ 1500 mg Metformin pro Tag vorbehandelt, 32 Patienten hatten kein Metformin eingenommen. Beim Vergleich der Basisdaten zeigten sich für die mit Metformin vorbehandelten Patienten höhere Nüchtern-Serumglukosespiegel, eine geringere Insulinausschüttung nüchtern und postprandial sowie eine geringere Glokoseempfindlichkeit der Betazellen. Diese Ergebnisse spiegeln die weiter fortgeschrittene Diabeteserkrankung der mit Metformin behandelten Patienten wider. Bei allen Patienten wurde erstens unter Basisbedingungen, zweitens nach einer ersten 25 mg-Dosis Empagliflozin und drittens nach 28 Tagen einer Behandlung mit 25 mg Empagliflozin pro Tag eine Glukosetoleranztestung mit einer Mahlzeit aus 58 % Kohlenhydraten, 24 % Fett und 18 % Protein (710 kcal) durchgeführt. Dabei wurde für die Durchführung von Stoffwechselanalysen eine Markierung der in der Mahlzeit enthaltenen Glukose vorgenommen. Ergebnisse: Nach Gabe der Einmaldosis von 25 mg Empagliflozin sowie nach der…

Read the paper

Related studies

Go deeper in Evidence Hub

Evidence Hub adds a study data sheet (design, sample size, evidence level, key numbers), an AI summary and a chat grounded in the paper's text.

Open this study Sign up free